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Diese Meldung unterstützt die Umsetzung der rechtlichen Grundlagen im Zeitraum ab 1. 1. 2013


Energieausweis bei Verkauf und Vermietung

Mit 1.12.2012 trat die Novelle des Energieausweis-Vorlage Gesetzes (EAVG) in Kraft. Welche Neuerungen es rund um das Thema "Energieausweis bei Verkauf und Vermietung" gibt, erfahren Sie hier.

 

Energieausweis-Vorlage-Gesetz 2012 (EAVG 2012)

Das mit 1. Dezember 2012 in Kraft tretende EAVG bringt neue Regelungen mit sich.  Bereits seit Jänner 2008 ist bei Verkauf bzw. Vermietung eines Gebäudes oder Nutzungsobjekts ein maximal zehn Jahre alter Energieausweis (EAW) dem Käufer / Mieter vorzulegen bzw. auszuhändigen. Als Rechtsfolge unterlassener Vorlage galt eine Energieeffizienz entsprechend dem Alter und Art des Gebäudes als vereinbart.

Neuerungen
Ab 1. Dezember muss bereits in Inseraten (in elektronischen sowie auch in Printmedien) verpflichtend die Angabe des Heizwärmebedarfs und des Gesamtenergieeffizienzfaktors (fGEE) erfolgen. Diese Pflicht gilt sowohl für den Verkäufer oder Bestandgeber als auch für den von diesem beauftragten Immobilienmakler.

Vergleichbare Gebäude?
Wird nur ein Nutzungsobjekt verkauft/vermietet (z.B. eine Wohnung in einem MFH) kann der Nachweis der Gesamtenergieeffizienz folgendermaßen erbracht werden:

  • EAW über diese Nutzeinheit
  • EAW über gesamtes Gebäude
  • EAW über ein vergleichbares Nutzungsobjekt im selben Gebäude.  

    Wird ein EAW eines vergleichbaren Gebäudes herangezogen muss die Vergleichbarkeit hinsichtlich Gestalt, Größe, Orientierung, Standortklima etc. von einem befugten EAW Ersteller bestätigt werden.

Bedungene Eigenschaften
Die im EAW angegebenen Energiekennzahlen gelten unter Berücksichtigung der bei ihrer Ermittlung unvermeidlichen Bandbreiten als bedungene Eigenschaft im Sinne des §922 Abs.1 ABGB. Somit haftet der Ausweisersteller gegenüber dem Käufer oder Bestandnehmer für die Richtigkeit des EAW. 

Verschärfungen
Wird der Vorlagepflicht seitens des Verkäufers/Vermieters oder des Immobilienmaklers nicht nachgekommen, so kann der Käufer bzw. Mieter sein Recht auf Ausweisaushändigung gerichtlich geltend machen oder selbst einen EAW einholen und die daraus entstandenen angemessenen Kosten vom Verkäufer bzw. Vermieter einfordern.  Fehlen die Energiekennzahlen im Inserat oder wird dem Interessenten kein EAW vorgelegt bzw. wird nach Vertragsabschluss die Aushändigung verweigert, ist dies als Verwaltungsübertretung mit Verwaltungsstrafen bis zu 1450 Euro zu ahnden.    

Gesamtenergieeffiezienzfaktor - fGEE
Ob der „Faktor für die Gesamtenergieeffizienz“ in der Praxis leistet, was der Name suggeriert wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Der Empfehlung des Landes Vorarlberg den Primärenergiebedarf als Indikator für die Ressourceneffizienz und die CO2 Emissionen als Kenngröße für die Klimawirksamkeit auszuweisen, ist das Bundesministerium leider nicht nachgekommen. Der fGEE berücksichtigt leider weder die Unterschiedlichkeit verschiedener Energieträger bzgl. ihrer Erneuerbarkeit noch die Vor- und Nachteile in der Bereitstellung derselben. Vielmehr wird mit diesem eine dimensionslose Verhältniszahl ausgewiesen. fGEE=0,8 bedeutet eine 20%ige Verbesserung gegenüber einem gleichartigen Gebäude mit Referenzausstattung aus dem Jahre 2007. In der Tat ist es damit möglich bei Bedarf einfach Einzahlanforderungen zu definieren. Nicht ersichtlich ist jedoch die nicht unbedeutende Ausgangsqualität bezüglich welcher diese Verbesserung erzielt wurde. Leicht nachvollziehbar anhand nachstehenden Beispiels.
Ein SUV welcher seinen Spritbedarf um 20% von 15 auf 12l/100km reduziert würde  gleichermaßen einen fGEE von 0,8 erreichen, wie ein Kleinwagen, der sich beispielsweise von 5 auf 4l/100km verbessert. 

 

Energieausweis-Vorlagegesetz 2012 (PDF, 114 KB)



 


Link auf diese Information: http://www.eawz.at/?SK_FAQ=3996&SI=2142712830

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