Logo Energieausweis-Zentrale Logo Energieausweis-Zentrale Logo Land Vorarlberg Logo Land Vorarlberg

Detailinfos - Wobei hilft mir der Energieausweis?

 (19. 4. 2016)

Der Energieausweis berechnet den Heizwärmebedarf Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung für ein durchschnittliches Jahr unter Zugrundelegung eines normativ festgelegten Benutzerverhaltens. Der berechnete Wert kann dementsprechend vom tatsächlichen Energieverbrauch abweichen.


Der Energieausweis weist mittlere zu erwartenden energetischen Aufwendungen für den Betrieb eines Gebäudes aus. Darin inbegriffen sind der Energiebedarf für Heizung, Lüftung, Warmwasser und Haushaltstrom (Klimatisierung und Befeuchtung nur bei Nicht-Wohngebäuden). Zur Ermittlung dieses Energiebedarfs werden ein durchschnittliches Norm-Nutzerverhalten und die mittleren Klimadaten für den betreffenden Standort zugrunde gelegt. – Was beim Auto der Norm-Treibstoffbedarf auf 100 km ist, entspricht beim Haus dem Energiebedarf pro Quadratmeter Bruttogeschossfläche.


Die wichtigsten energetischen Kennwerte für den Betrieb Ihres Hauses / Ihrer Wohnung sind im Energieausweis enthalten:

 

  • Der Heizwärmebedarf (HWB) beschreibt vor allem die energetische Qualität der Gebäudehülle. Sehr gute Gebäude erreichen für den Heizwärmebedarf am Standort Werte von 10 kWh/(m²a). Beim Referenz-Heizwärmebedarf, welcher ab 1.1.2017 auf dem Energieausweis ausgewiesen wird, entspricht dies einem Wert von rund 25 kWh/(m²a).

  • Der Endenergiebedarf (EEB) beinhaltet in Ergänzung zum Heizwärmebedarf auch den Bedarf für warmes Wasser sowie die gesamten Verluste der haustechnischen Installationen. Bei Wohngebäuden wird auch ein mittlerer Wert für den Haushaltsstrombedarf mit eingerechnet. Der Endenergiebedarf kann später am einfachsten mit dem realen Verbrauch verglichen werden.

  • Beim Primärenergiebedarf (PEB) wird der Endenergiebedarf noch um den Energiebedarf für die Erzeugung und den Transport des Energieträgers bis zum Haus erhöht. Diese wichtige Kennzahl vermittelt den besten Eindruck über den Gesamtenergiebedarf im Betrieb. Beim Strom sind dies Beispielsweise die Aufwände zur Erzeugung des Stroms sowie die Verluste in den Leitungen und Umspannwerken. Beim Gas die Aufwendungen zur Gewinnung und Aufbereitung, die Aufwände zum Transport des Gases inkl. etwaige Leckage-Verluste.

  • Der CO2-Kennwert zeigt in Ergänzung zum Primärenergiebedarf die Erneuerbarkeit der eingesetzten Energieträger an. Gebäude, welche mit Biomasse (Scheitholz, Pellets oder Fernwärme) versorgt werden haben in der Regel deutlich niedrigere (bessere) CO2-Emissionen als Gebäude, welche mit Gas oder Öl beheizt werden.

  • Der seit 2012 in Energieausweisen angeführte Gesamtenergieeffizienz-Faktor ist der Quotient aus dem Endenergiebedarf und einem Referenz-Endenergiebedarf (Anfoderung 2007).

 


Link auf diese Seite: https://www.eawz.at/?SI=2142721697

zurück